Besitzer eines Motorrades sollten dieses vor dem Start der Saison gut versichern. Vor allem die Haftpflichtversicherung ist unumgänglich, wenn man ein Motorrad versichern will (siehe Motorrad Haftpflicht). Die KFZ Haftpflichtversicherung ist eine Pflichtversicherung in Deutschland und muss daher bereits bei der Zulassung der Fahrzeuge vorgewiesen werden. Kann der Nachweis einer ausreichenden Haftpflichtversicherung nicht vorgelegt werden, wird die Zulassungsstelle sogar die Anmeldung des Motorrades ablehnen. Die Haftpflichtversicherung ist daher die wichtigste Versicherung für Motorräder. Sie wird heute von vielen Versicherungen wie beispielsweise der AXA Versicherung oder der HUK24 angeboten. Diese Versicherer bieten die Haftpflichtversicherung in Höhe von mehreren Millionen Euro an, um bei einem Unfall entstandene Sach-, Vermögens- und Personenschäden vollumfänglich regulieren zu können. Versichert sind dabei sowohl der Halter wie auch der Eigentümer des Motorrades, aber auch der Fahrer ist ausreichend versichert, wenn bei seiner Fahrt ein Unfall entstehen sollte.

Motorrad richtig versichert? (© Vatikaki / Fotolia)

Motorrad richtig versichert? (© Vatikaki / Fotolia)

Haftpflicht, Teilkasko, Vollkasko

Wer ein Motorrad versichern will, wird bei den unterschiedlichen Versicherungsunternehmen aber nicht nur die Haftpflichtversicherung finden, sondern erhält auch Angebote für die Teil- oder die Vollkaskoversicherung. Eine solche Versicherungserweiterung kann genutzt werden, da die Haftpflichtversicherung nur für Schäden Dritter einspringt. Eigene Schäden, etwa durch Brand oder Explosion bzw. bei Diebstählen sind nicht versichert. In diesem Fall jedoch ist es möglich, die Versicherung für das Motorrad mit einer Kaskoversicherung zu erweitern. Wer sein Fahrzeug bei Brandschäden, bei Schäden durch Hagel und Blitz oder aber bei einem Diebstahl absichern möchte, kann die Teilkaskoversicherung nutzen. Sie tritt auch ein, wenn ein Unfall mit Wildtieren geschehen ist und das Fahrzeug repariert werden muss (siehe Teilkaskoschaden, außerdem: Teilkasko & Diebstahl sowie Teilkasko & Vandalismus). Lediglich eigene Schäden am Motorrad, die bei einem selbst verschuldeten Unfall entstanden sind, werden nicht getragen. Diese Schäden übernimmt lediglich die Vollkaskoversicherung, die separat abgeschlossen werden sollte. Das macht auch Sinn, wenn man noch einen laufenden Motorradkredit zu bedienen hat.

Statistik des Tages: " Welche dieser Fahrzeuge haben Sie in den letzten 6 Monaten persönlich gefahren?" - immerhin 4,4% der Befragten sind im letzten halben Jahr selbst Motorrad gefahren (Quelle: STATISTA / IfD Allensbach)

Statistik des Tages: “ Welche dieser Fahrzeuge haben Sie in den letzten 6 Monaten persönlich gefahren?“ – immerhin 4,4% der Befragten sind im letzten halben Jahr selbst Motorrad gefahren (Quelle: STATISTA / IfD Allensbach)

Was braucht man, um das Motorrad zu versichern?

Um ein Motorrad versichern zu können, benötigen Antragsteller nur einige wenige Daten aus der Zulassung des Motorrades sowie einige persönliche Daten. Diese können dann im Online-Formular eingegeben werden, um den Versicherungsbeitrag zu berechnen. Neben der Versicherung für das Motorrad kann es unter Umständen zusätzlich hilfreich sein, wenn der Fahrer eine Rechtsschutzversicherung abschließt (vgl. hierzu auch: Verkehrs-Straf-Rechtsschutz sowie Verkehrs-Rechtsschutzversicherungen allgemein). Diese Versicherung kann die Kosten für Rechtsstreitigkeiten übernehmen, wenn diese etwa beim Streit um den Unfallschuldigen notwendig werden. Eine solche Verkehrsrechtsschutzversicherung kann unter anderem bei der ARAG, aber auch der Advocard Rechtsschutzversicherung abgeschlossen werden.

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